24 Oktober 2006

Großer Ärger mit der Erdwärmebohrung

Seit 18. August ist nun die Frage offen, warum von der von Fingerhaus beauftragten Bohrfirma nur 80m Bohrtiefe beantragt wurde, obwohl wir vertraglich eine ca. 92m Bohrung bekommen sollten und lt. Gutachten des hessischen Landesamts für Umwelt und Geologie Bohrtiefen bis zu 100m in unserem Baugebiet problemlos genehmigt werden können.
Bisher erhielten wir von Fingerhaus immer die Antwort, dass 80m Bohrung für unsere benötigte Heizleistung ausreichend seien und daher nur 80m beantragt wurden. Daher wollten wir noch wissen, warum wir eine 92m-Bohrung bezahlen sollen, wenn tatsächlich nur 80m gebohrt wird.
Nach etlichen Wochen und zahlreichen telefonischen Nachfragen bekamen wir heute eine schriftliche Stellungnahme zu diesem Thema von Fingerhaus:
Hierin heißt es auf einmal, dass sehr wohl 92m nötig sind und auch gebohrt werden sollen. Da lt. Bohrgenehmigung aber nur 80m genehmigt wurden, sollen die 92m auf 2 getrennte Bohrungen aufgeteilt werden, wodurch Mehrkosten auf uns zukommen, dessen Höhe zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht abschätzbar seien.
Das heißt: Die Bohrfirma von Fingerhaus stellt den falschen Bohrantrag, dieser wird genehmigt und deshalb haben wir nun Mehrkosten?
Außerdem wollen wir keine 2 Bohrungen sondern nur eine mit 92m Tiefe.
Darüberhinaus konnte uns bis heute kein Termin für die Bohrung genannt werden und der Einzugstermin naht mit großen Schritten.

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Hi,

genau das gleiche Problem haben wir auch!!! Ich habe auch eine 6 KW Anlage und mich gewundert, warum die Bohrfirma "nur" 2 x 80 m beantragt hat, obwohl doch bis zu 100 m erlaubt sind, und laut Vertrag 92 m gebohrt werden sollen.
Und jetzt lese ich die Antwort auf meine Frage in deiner Schilderung! An sich ist es mir egal, wie die Bohrung ausgeführt wird, um die Leistung für die 6 KW Anlage zu erreichen ... ich bin allerdings auch keinesfalls bereit, für Fehler der Fa. Fingerhaus bzw. der Fa. Jakob (dürfte wohl in deinem Fall auch diese Firma sein) Mehrkosten zu tragen!!!

Nachdem Fingerhaus die "Medien" (sprich Bautagebücher) rege verfolgt: Es läuft also weiterhin so unprofessionell weiter wie bisher, aber irgendwann muss doch mal Schluss sein, zumal dies mehrfach von der Geschäftsleitung versprochen wurde!!!
Weitere Ausführungen erspare ich mir hier ... wenn jemand der potenziellen Interessenten Emfehlungen zu Fingerhaus haben möchte, kann sich gerne an mich wenden: afaagh@web.de

Anonym hat gesagt…

Mmh, klingt ja super. Bei uns werden auch zwei Bohrungen vorgenommen. Habe gerade mal bei Fingerhaus Nachgefragt, ob ich deswegen mehr zahlen muss. Bin auf die Antwort gespannt.

Anonym hat gesagt…

Wir haben auch lange auf den Bohrtermin gewartet. Wir haben dann direkt bei der ausführenden Firma angerufen, die uns dann doch einen Termin nennen konnte. Die Bohrfirmen sind total überlastet. Bei uns wurden gleich zwei Bohrungen beantragt (a 92m), um sich diese Option je nach Bodenverhältnisse offen zu halten. Von Mehrkosten war seitens Fingerhaus dabei jedoch nie die Rede. Bleibt also hartnäckig. Für die Heizleistung soll es jedoch angeblich unrelevant sein, ob 1x92m oder 2x46m. Bei uns hat die Bohrfirma 1x92m gebohrt, weil die Bodenverhältnisse sehr gut waren (kein Fels...).
Viele Grüße

ch-tat hat gesagt…

So wie ich das sehe, ist es nicht egal, ob 1x92m oder 2x46m gebohrt werden, da die Temperatur im Erdreich mit zunehmender Tiefe steigt. (Sonst könnte man ja auch einfach 46 Löcher a 2m Bohren, was bestimmt viel billiger wäre).
Außerdem wurden im Baugebiet schon Bohrungen vorgenommen (von Bauherren, die mit anderen Hausfirmen bauen) und nachdem ich die Sauerei dort gesehen habe (die Bohrlöcher wurden großflächig zementiert) möchte ich dies wenn möglich nur an einer Stelle im Garten haben.

Anonym hat gesagt…

Werden bei zwei Bohrungen auch zwei Umwälzpumpen benötigt, die dann zweimal Strom ziehen? Nein, oder?

Jedenfalls (und das ist sicher) sollte man bei der Bohrung nicht knausern, lieber ein paar Meter zuviel als zuwenig, das hat einen großen Einfluss auf den Wirkungsgrad.

Genauso einen grossen Einfluss hat die Auslegung der FBH. Die FBH sollte auf eine maximale Vorlauftemperatur von 35°C ausgelegt werden, lieber sogar 30°C.

Gruß, Hendrik

Susanne hat gesagt…

Hallo, habe direkt mal in unserer Bohrgenehmigung nachgesehen. Unsere Bohrfirma heißt Hölker und hat eine Bohrung bis max. 99 m beantragt. Ich hoffe, wir werden damit problemslos auskommen... Euch wünsche ich gute Nerven und viel Erfolg beim Hausbau! Viele Grüße Susanne Fick

Anonym hat gesagt…

Hallo "ch-tat",
über die optimale Bohrtiefe kann man sicherlich unendlich diskutieren. Für mich ist 2x Temperatur "x" das Gleiche wie 1x Temperatur "X"x2. Aber egal, darüber möchte ich hier keine Diskussion eröffnen.

Ich wollte jedoch anmerken, dass nach Fertigstellung bzw. Anbindung der Bohrung ins Haus (über den Verteilerschacht)absolut nichts mehr von der Bohrung zu sehen ist und auch der Verteilerschacht kann unter einer Grasdecke verschwinden.
Viele Grüße
Anke

Anonym hat gesagt…

Hi, wir bauen ebenfalls mit Fingerhaus in Egelsbach u. haben uns auch für Erdwärme entschieden. Nach Durchsicht unsrer Unterlagen kann ich sagen, dass zwei Bohrungen à 99 Meter beantragt wurden. Ein Bohrtermin wurde uns noch nicht mitgeteilt. Auf Nachfrage meinerseits bei der Bohrfirma (BayWa) bekam ich keine Antwort (mein Gesprächspartner war ein sehr unfreundlicher Zeitgenosse). Durch Nachfragen bei FingerHaus konnte ich in Erfahrung bringen, dass aufgrund der Überlastung der Bohrfirmen in absehbarer Zeit nicht gebohrt werden kann. Entgegenkommen bzgl. Stromkosten wurde mir bisher nur mündlich u. auch nur nach langem Nachbohren signalisiert. Insgesamt bin ich von der Qualität des FingerHauses nach wie vor überzeugt. Masslos enttäuscht bin ich über die Art u. Weise, wie die gesamte Abwicklung bisher lief. Hier hatte ich mir wesentlich mehr Betreuung versprochen. Viele Grüße von Tanja u. nochmal vielen Dank, dass ich Euer Haus besichtigen durfte.

My1Step.de hat gesagt…

Hallo,

wir bauen mit Viebrock und haben auch eine Erdwärmeheizung geplant. Die Bohrung wurde für 99m beantragt aber nur 85m wurden genehmigt. Tiefer darf laut Aussage der unteren Wasserschutzbehörde in diesem Baugebiet nicht gebohrt werden. Ich hoffe die Tiefe reicht für die Energie, denn Platz für ein zweites Bohrloch haben wir gar nicht, da diese laut Vorgabe 10m von einander entfernt sein müssen und mindestens 5m von der Grundstücksgrenze. Da das Haus bereits steht, ist nur noch Platz für eine Bohrung auf dem restlichen Grundstück.

Gruss JoWa

Anonym hat gesagt…

Hi,

uns wurde heute am Tag nach Beginn der Hausmontage vom Bauleiter mitgeteilt, dass Zusatzkosten in Höhe von 2320 € entstehen, bedingt durch Auflagen der Bohrgenehmigung. Entstehen bei Euch ebenfalls Kosten in dieser Höhe bzw. wer im Baugebiet Brühl hat sich ebenfalls für Erdwärme entschieden u. muss jetzt ebenfalls draufzahlen? Besonders kundenfreundlich ist, dass diese Tatsache bei FingerHaus bereits seit dem 7. September bekannt ist. Leider hielt man es nicht für nötig, dies dem Kunden mitzuteilen.

Grüße

Tanja

ch-tat hat gesagt…

Hallo Tanja,
bis auf die nicht nachvollziehbaren Zusatzkosten für die nicht gewünschte 2. Bohrung sind uns bisher keine Mehrkosten bekannt. Welche behördlichen Auflagen sollen das denn sein, die so hohe Mehrkosten verursachen?

Gruß Christian

Anonym hat gesagt…

Hi Christian,

die Zusatzkosten von 2700 € brutto sind fällig für eine sogenannte Spülbohrung, die lt. BayWa durch die Auflagen der Bohrgenehmigung nötig ist. Nach Durchsicht der Auflagen der Genehmigung ist diese Aussage von BayWa nicht nachvollziehbar. Ebenfalls fraglich ist, ob FingerHaus diese Kosten einfach an den Bauherrn weitergeben kann, denn vertraglich ist die Art der Bohrung weder näher definiert, noch eingeschränkt, noch wurden bestimmte Bohrtechniken im Vertrag ausgeschlossen.
Wir werden Euch definitiv auf dem Laufenden halten ...

Grüße

Tanja

Anonym hat gesagt…

Hi Christian,

wir haben mit der Unteren Wasserbehörde u. dem Kreisausschuß gesprochen, welcher uns die Bohrgenehmigung erteilt hat. Beide Stellen haben uns bestätigt, dass eine Spühlbohrung nicht vorgeschrieben ist u. dass der Druck- u. Strömungswächter Standardausrüstung sei. Vor diesem Hintergrund haben wir unserem Bauleiter mitgeteilt, dass wir die Zusatzkosten für diese beiden Positionen nicht übernehmen werden. Die Argumentation von BayWa ist, daß die Zusatzkosten durch Auflagen der Genehmigung entstanden sind, was definitiv nicht stimmt! Wir haben den Eindruck, daß aufgrund des Booms auf dem Erdwärmemarkt die zuständigen Firmen versuchen, zusätzlichen Umsatz zu machen. Offenbar gibt FingerHaus diese Forderungen einfach an den Kunden weiter. Insgesamt eine sehr unschöne Sache, die die Liste der FingerHaus-negativ-Punkte um einen weiteren schwerwiegenden Punkt erweitert.

Viele Grüße

Tanja

Anonym hat gesagt…

Hi,

wir haben die Tage auch unsere Bohrgenehmigung erhalten. Auch bei uns sind nur 80m Tiefe beantragt worden (2 Bohrungen). Ganz schön ärgerlich !!! Wie ist es bei euch ausgegangen? Auch wir sind nicht bereit evtl. Mehrkosten zu tragen. Danke schon mal vorab für eure Info!

Anonym hat gesagt…

Quote
über die optimale Bohrtiefe kann man sicherlich unendlich diskutieren. Für mich ist 2x Temperatur "x" das Gleiche wie 1x Temperatur "X"x2. Aber egal, darüber möchte ich hier keine Diskussion eröffnen.

unquote

Das ist schlicht falsch und bedarf keiner Diskussion. Die Temperatur steigt mit zunehmender Tiefe, außerdem verschenkt man bei zwei Bohrungen mindestens einmal die ersten 10m - erst ab dieser Tiefe ist die Temperatur jahrrund konstant.

Anonym hat gesagt…

Hallo ihr,
ich denk dass ihr einfach mit den falschen Firmen gebohrt habt. Ich denke dass das Problem war dass Sie einfach nicht tiefer bohren konnten. Hab da nen super Tip für alle die noch so etwas vor haben.
Firma Burkhardt in Neuweiler bohrt Erdwärme bis 400m tief und sauber! War sehr zufrieden kann ich nur weiterempfehlen!!!
Viele Grüße

Anonym hat gesagt…

wir möchten eine erwärmepumpe in unseren noch rohbau einbauen.
könnt ihr uns sagen wieviel man für die bohrung ausgeben mus?